Donnerstag, 20. November 2008

Von Broome nach Exmouth


Die Strecke von Broome nach Exmouth ist so ziemlich das Langweiligste, was man sich vorstellen kann. Stundenlanges Geradeaus fahren im Nichts...wir wollten auf den ersten 600km einen kleinen Stop am wunderschoenen 80-Mile-Beach machen. Nach einem kleinen Stueckchen Offroad sind wir dann beim Ranger gelandet, der uns sagete, man solle ein bisschen vorsichtig sein, es wuerde ab und an mal ein Salty gesichtet werden...wie bitte soll man vorsichtig sein? Laut Bill Brycon ist es so: wenn man einem Salty so nah ist, dass man es sehen kann, dann ist es schon fast zu spaet...auch wenn man es sich kaum vorstellen kann, wenn man die Dinger immer nur bewegungslos rumliegen sieht, sie sind echt schnell - sowohl an Land als auch im Wasser! Also sind wir schnell wieder umgedreht und doch den ganzen Weg bis Port Hedland gefahren. Port Hedland ist eine reine Industriestadt - wie alle anderen Staedte Richtung Exmouth auch. Das einzig Gute war, dass wir ein ganz nettes Paearchen kennengelernt haben, mit denen wir uns schon ein paar mal auf weiteren Weg getroffen haben und zur Zeit gemeinsam in Coral Bay sind. Eine weitere Station Richtung Port Hedland war Point Samson, ein kleines, suesses Ferienoertchen auf einer Halbinsel, wo wir noch einen gechillten Strandtag gemacht haben. Dann kam das absolute Highlight der Strecke: die Industriestadt Dampier, in der wir auch eine Nacht verbrachten, was ein bisschen damit zusammen hing, dass ich mir den Magen ein wenig am Fisch verdorben hatte. Dort erlebten wir eine Freakshow vom Allerfeinsten. Nicht nur, dass unsere Nachbarn die Flodders waren, die schon am Nachmittag voellig voll waren (Herr Flodder hatte auch nur noch 3 Zaehne im Mund!), auch der einarmige Gaertner, der sich verdaechtig oft um unseren Camper schlich, war etwas komisch. Dazu kam dann noch die harmlos aussehende alte Dame, die uns erst ganz nett ansprach, uns dann fragte, ob wir den Lord (Jesus) kennen wuerden (nicht persoenlich leider) und als wir sagten, dass wir angehende Lehrerinnen seien, sich darueber beklagte, dass man heute die Kinder nicht mehr schlagen duerfe...das war zuviel fuer Uli und mich und wir sind sofort in den Bus gesprungen und weiter gefahren.
Die Strasse nach Exmouth war wieder sehr eintoenig und wir waren froh, als wir dort ankamen. In Exmouth haben wir eine super Zeit gehabt. Wir verbrachten 3 Tage im Cape Range Nationalpark, der sofort ans Ningaloo Reef anschliesst. Das Ningaloo Reef wird hier als kleines Great Barrier Reef bezeichnet. Genauso schoen, aber kleiner und dafuer nicht so ueberlaufen von Touristen...und das stimmte...es war einfach traumhaft. Wir haben eine grosse Schildkroete und einen Stachelrochen gesehen und alle Fische aus "Findet Nemo" (ausser Nemo). Es war einfach toll - eine unheimlich Farbenpracht!!! Der Park ansich bot noch 2 Walk duch Schluchten, die auch sehr beeindruckend waren. Wir hatten in Exmouth ganz nette Israelis kennengelernt, mit denen wir den Park zusammen erkundet haben. Die beiden hatten einen 4WD Jeep und ermoeglichten uns auch Strasse zu fahren, die wir mit unserem Auto nicht haetten fahren koennen.
Nach 3 Tagen ohne fliessend Wasser und ohne Strom war es dann doch wieder sehr schoen zu duschen. Aber es war einfach eine tolle Zeit. Vorallem der Sternenhimmel hat uns absolut beeindruckt. Ich hab noch nie nie so viele Sterne gesehen (ausser im Planetarium).

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