Take Away Food – scheinbar keine alltägliche Sache in China
Wenn man jeden Abend in Restaurants isst, dann hat man irgendwann auch mal wieder das Verlangen, schön gemütlich zu Hause in familiärer Atmosphäre zu essen. Das haben wir uns gestern gedacht, nachdem wir ja auch den ganzen Tag unterwegs waren. Also sind wir ins chinesische Heji Restaurant, um uns ein wenig mit Essen einzudecken. Schnell konnten wir verständlich machen, dass wir keinen Tisch wollten, sondern Essen zum Mitnehmen.
Das erste Problem trat mit der Rechnung auf, die 5 Euro zu hoch war. Das lag daran, dass Angebote für Speisen, die auf Plakaten billiger ausgewiesen sind, nicht für Take-Away gelten. Unsere Shrimps sollten also 8,80 Euro anstatt 3,80 Euro kosten. Da waren wir ziemlich empört und haben uns beschwert. Auf einmal war große Aufregung an der Theke, wo sich fast das ganze Personal versammelte, tuschelte, kicherte und uns immer wieder verstohlene Blicke zu warf. So ganz wohl fühlten wir uns da nicht.
Dann kam eine Kellnerin, die leere Tüten und eine Pappbox auf unseren Tisch stellte. Nach und nach kamen dann unsere bestellten Speisen – alle so auf Tellern angerichtet, als würden wir sie dort essen. Es kam dann jeweils eine Kellnerin, die dann das jeweilige Gericht vom Teller in eine Plastiktüte schüttete. Oben wurde dann ein Knoten gemacht und die Tüten wurden dann in die Pappbox gestellt. Wirklich ein interessanter Prozess für Essen zum Mitnehmen – und sehr appetitlich. Da bekommt man richtig Lust auf sein Essen.
Am Ende war die Sache mit der zu hohen Rechnung noch immer nicht geklärt. Geld haben wir nicht wieder bekommen, dafür gab es als kleine Entschädigung noch einen Obstteller zum dort essen.











