Von Litchfield NP ueber Katherine Gorge nach Broome
Von Darwin aus machten wir uns auf den Weg in den Litchfield National Park. Eigentlich hatten wir vor dort eine Nacht zu uebernachten, aber wir haben es dann doch recht schnell geschafft, alles anzuschauen und uns dann weiter auf den Weg Richtung Sueden gemacht. Im Litchfield waren wir an drei verschiedenen Wasserfaellen (wobei zu erwaehnen ist, dass die Wasserfaelle jetzt nach der Trockenzeit nicht sooo beeindruckend sind). An den Wangi Falls sind wir noch schnell ins Wasser gehuepft, aber wir waren beide eher etwas unentspannt wegen der Warnschilder vor Krokodilen (obwohl ca. 20 andere Menschen auch im Wasser waren). Wir haetten gerne dort einen Rundweg gemacht, doch dieser war leider gesperrt und als dann der zweite Reisebus voll mit Touris anrollte, sind wir lieber weiter gefahren.
Nachdem wir die zwei weiteren Wasserfaelle angesehen hatten und es beim dritten wie aus Eimern anfing zu regnen, machten wir uns auf Richtung Sueden.
Wie es der Zufall so wollte, sind wir in einem kleinen Kaff namens 'Adelaide River' auf eine abgelegene Pferdefarm gestossen und haben beschlossen dort zu uebernachten. Es war ein tolles Anwesen und wir durften unseren Erwin direkt unter einem Mangobaum parken, wovon ich total begeistert war...aber auch nur, bis in der Daemmerung die Flughunde herauskamen und in den Mangobaeumen fangen spielten. Nach und nach flogen die halb-reifen, steinharten Mangos vom Baum und wir mussten erstaml ganz schnell mit unserem Tisch und den Stuehlen fluechten. Nebenbei haben die Viecher auch noch nasse Sekrete auf Uli abgesondert :-). Die naechste Ueberraschung folgte dann, als ich mit meiner Bier gefuellten Blase sehr dringen auf Toilette musste. Alle 5 Kabinen waren besetzt...von ca. durschnittlich 4-5 Kroeten in verschiedenen Groessen. Auch der gesammte Platz davor war voll mit den Dingern. Ungluecklich rief ich nach meiner Heldin Uli, die sich mutig mit Handtuch bewaffnet daran machte, mir eine Kabine frei zu machen. Es hat zum Glueck auch geklappt. Den naechsten Morgen belohnte sie sich mit einem schoenen Ausritt zu einem Billabong.
Die naechste Station waren die Edith Falls ca. 40 km vor Katherine. Wir beschlossen, trotz sengender Hitze, den Rundweg zu machen und wurden mehr als belohnt. Wir fanden da oben auf dem Berg traumhafte Gewaesser (garantiert krokodilfrei - trotzdem nicht die komplette Entspannung auf Ulis und Kikis Gesichtern) und waren dort ganz allein (gut dass hier alle zu faul sind, sich zu bewegen, so hat man die wirklich schoenen Plaetze fuer sich).
Weiter ging es dann zum Katherine Gorge NP, welcher aus 13 Schluchten besteht. Wir hatten einen ganz tollen Campingplatz dirket an der ersten Schlucht mit einem grossen Pool. Das einzige, was mal wieder nicht so schoen war, waren die Fliegen. Ansonsten huepften dort ueberall kleine Wallabies (die kleinen Kangaroos) umher - sooo suess :-). Vorallem gegen Nacht, da hat sich eine kleine Gang von Wallabies gegen unsere unfreundlichen, alten, deutschen Nachbarn verschworen. Sie sind die ganze Zeit um deren Wohnmobil gehueft, sind drunter durch gekrabbelt und sind dageben gesprungen...das war lustig, vorallem als der Alte wutentbrannt mit seiner Taschenlampe herauskam und ueberhaupt nicht wusste, was er machen sollte.
Am naechsten Morgen hatten wir dann ein 2er Kanu fuer 4 Stunden gemietet, um durch die Schlucht zu paddeln. In der Schlucht gibt es Suesswasserkrokodile (Freshis, welche uebrigens voellig ungefaehrlich fuer den Menschen sind, wenn man sie nicht aergert und sich von ihrer Brutstelle fernhaelt!)) und es hat ein wenig gedauert, bis ich Uli zu der Fahrt ueberreden konnte...das ausschlaggebende Argument war, dass die Freshis doch Vegetarier seien...und da ich ja Bio studiert habe, hat Uli mir das natuerlich geglaubt...(sie war ein wenig boese, als wir uns dann am Abend mit anderen Deustchen unterhielten und diese darueber lachten, als Uli ihnen erzaehlte, dass die Fahrt ja voellig ungefaehrlich sei, da Freshis ja Vegetarier seien...upsi).
Trotzdem hat sich die Kanufahrt gelohnt...wir sind zum Glueck keinem Krokodil begegnet und konnten voll und ganz die Landschaft geniessen. Am Ende der Schlucht sind wir sogar beide fuer eine kurze Abkuehlung ins Wasser gehuepft.
Da die Hitze im Landesinneren wirklich unertraeglich war, haben wir beschlossen, so schnell wie moeglich an die Westkueste zu fahren. Also hatten wir 3 volle Fahrtage. Als bei unserer Uebernachtung in Fitzroy Crossing ein krasses Unwetter aufkam und unser Campingplatz so unter Wasser stand, dass wir beinahe herausgezogen werden mussten, habe wir auch beschlossen, die Kimberleys die Kimberleys sein zu lassen und gleich morgens frueh nach Broome aufzubrechen. (Zu erwaehnen ist hier noch, dass der Campingplatz wohl eher eine Rinderweide war...zumindest stand abends eine recht grosse Anzahl von Wiederkeuern zwischen unserem Van und dem Klohaeuschen...). Jetzt sind wir in Broome auf einem Campingplatz direkt am Cable Beach...wer hier schon mal war oder Bilder gesehen hat, dem muss ich nicht sagen, dass es paradisisch ist...

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