Donnerstag, 18. Dezember 2008

Auf zum Wilsons Promontory Nationalpark

Nach drei Tagen Großstadt haben Uli und ich schon wieder die Schnauze voll vom Stadtleben und sind nun sehr sehr froh, dass es fuer dieses Wochenende nochmal in die Natur geht. Wir fahren heute mit Luke und Miri nach Leongatha, wo wir eine Nacht auf der Farm von Lukes Vater verbringen. Dann gehts morgen frueh in den NP direkt an den Strand. Werden dort zelten (hoffentlich wird es nicht zu kalt) und es kommen noch einige Freunde von Luke mit. Die werden dort alle surfen gehen...Uli will es auch mal probieren, aber ich werde währendessen versuchen, meine Bräune nochmal aufzufrischen, die leider auf Grund des schlechten Wetters schon wieder sehr geschwunden ist :-(
Ansonsten ist noch ein Day Walk geplant und jede Menge Spass natuerlich...naeheres gibt es dann am Montag, oder falls ich es nicht mehr schaffe erst von Hause (mein Flug geht am Montag um 17 Uhr Ortszeit).

Dienstag, 16. Dezember 2008

Letzte Station Melbourne


Nach 13 Stunden Busfahrt sind wir endlich in Melbourne angekommen. Die Fahrt war recht nervig; die Leute waren laut und haben gestunken. Ich war sehr froh, als wir endlich da waren.
Uli und ich koennen hier bei Ihren Freunden Miri und Luke wohnen, was super nett ist. Sie wohnen in einem kleinen Haeuschen gar nicht weit von der Innenstadt entfernt.
Leider ist das Wetter nicht so toll hier...nur 19 Grad und bewoelkt...mal wieder eine ganz schoene Temperaturumstellung von den 30 Grad, die wir am Ende in Sydney hatten. Naja, somit kann ich mich schon mal langsam an die Temperaturen zu Hause annaehern...denn heute in einer Woche lande ich schon wieder in Good Old Germany. Bis dahin ist noch einiges geplant (Stadt anschauen, ausgehen, vielleicht nach Phillip Island zu den Pinguinen und am Wochenende in einen Nationalpark fuer eine 2-Tages Wanderung). Ich werde Euch auf dem Laufenden halten.

Sonntag, 14. Dezember 2008

Sydney und Blue Mountains


Am Samstag Abend um 22.30 landeten wir in Sydney und wurden von Heather, Bill und Daniel am Flughafen abgeholt (diese 3 liebenswerten Menschen habe ich bei meinem Aufenthalt in Sydney vor fast 6 Jahren kennen- und zu schaetzen gelernt). Sie brachten uns zum vierten Familienmitglied Jess und ihrem Mann Nathan, die uns fuer die gesamte Woche Unterkunft gewaerten. Uli und ich schlafen also nach 39 Tagen dass erste mal in getrennten Zimmer...
Unseren ersten Tag in Sydeny, am Sonntag, war leider nicht so schoenes Wetter. Wir waren morgens auf dem Rocks Market (weitere Weihnachtsgeschenke gefunden :-)) und sind dann noch ein bisschen durch die Stadt geschlendert (Harbour Bridge, Oper und Townhall, QVB und natuerlich die Surfershops). Uli und ich zuegeln uns sehr mit dem einkaufen, da wir beide schon 21 kg von Perth mitgebracht haben...Sonntag Abend hat Familie Hart uns lecker zum Italiener eingeladen und anschliessend waren Jess, Nathan, Uli und ich noch in Coogie Beach auf ein leckeres Eis.
Am Montag sind Bill und Heather umgezogen und Uli und ich haben den ganzen Tag beim Umzug geholfen...war auch mal wieder schoen, sich so richtig nuetzlich zu fuehlen nach so langem Umherreisen.
Dienstag war sehr schoenes Wetter und wir haben als erstes den Coogie-Bondi Walk gemacht - ein Walk entlang vieler kleiner Straende und Buchten der westlichen Suburbs. In Bondi gab es dann die beste Falafel der Welt (zumindest von allen Plaetzen, an denen ich schon war) bei Sabbaba und natuerlich noch einen kleinen Bummel durch die Geschaefte...diesen setzten wir dann noch an der Bondi Junction fort, wo vor nicht allzu langer Zeit das groesste Shoppingcenter Sydneys entstanden ist.
Unser Abendprogramm hiess dann "Govindas", ein Restaurant der Hare Krishnas, die ein sehr leckeres vegetarisches Buffet haben. In der Location gibt es ein Kino mit breiten Liegeflaechen und schoenen Kissen und da haben Uli und ich uns dann vollgefuttert und kaputt nach dem langen Tag hingechillt und einen schoenen Frauenfilm gesehen (und wir sind nicht eingeschlafen!!!).
Mittwoch frueh ging es dann mit dem Zug fuer 2 Naechte in die Blue Mountains. Wir wollten endlich mal wieder so richtig schoen wandern gehen. Leider hat das Wetter nicht so mitgespielt. Als wir oben angekommen sind, was es schon ziemlich gewoelkt, also haben wir uns fuer einen kleinen Walk von Katoomba nach Leura entschieden. Die "Three Sisters" (die beruehmteste Formation in den Blue Mountains) wollten wir uns fuer den naechsten Tag aufheben, da das Wetter besser werden sollte. Wurde es aber leider nicht! Am naechsten Tag war so ein Nebel, dass man fast gar nichts sehen konnte. Uli und ich haben uns trotzdem um 10 Uhr aufgemacht. Wir hatten uns einen 6 Sdt. Walk vorgenommen. Als erstes ging es die Furbers Steps runter...eine endlose Strecke ueber Steine und Treppenstufen herab, so dass uns unten schon die Knie weh taten...aber Uli und Kiki sind ja keine Memmen...mittlerweile hatte es dann auch ein bisschen staerker angefangen zu regnen...aber wir waren ja ausgeruestet mit Regenjacken. Unterwegs haben wir dann die Katoomba Falls gehoert - die Sicht war leider immer moch nicht besser. Wir liefen dann entlang des Federal Pass Walking Tracks, der echt cool war. Gerade der erste Teil war etwas zerklueft und wir mussten ueber und unter Felsen hindurch und oft auch direkt durchs Gebuesch...was wiederum nicht so toll war, da alles vom Regen klitschnass war - und somit auch unsere Hosen innerhalb kurzer Zeit durchnaesst waren. Es war kalt, wir waren nass ud man sah nichts - aber Uli ud Kiki sind taff. Wir haben nicht den gesamten Track gemacht, sondern sind an den Golden Stairs wieder nach oben gestiegen (160 Meter mit 1600 Stufen)...oben angekommen, hatten wir noch einige km bis Katoomba vor uns, aber zum Glueck hat uns ein netter Ire auf dem Weg eingesammelt und uns in die Jugendherberge gebracht, wo wir nur noch eine heisse Dusche nahmen und uns dann gemuetlich auf die Sofas im Wohnzimmer gekuschelt haben.
Am naechsten Tag ging es zurueck nach Sydney. Das Wetter war immer noch nicht besser und die arme Uli konnte Three Sisters in den Blue Mountains nicht sehen :-(
Die naechsten Tage verbrachten wir mit Kino (Australia), Kaffee am Darling Harbour, Faehrfahrt nach Manly und chillen am Strand (und Surfer beobachten :-)), kochen fuer Familie Hart als Dankeschoen, ein Spaziergang durch den Botanischen Garten, eine Spazierfahrt bei Nacht und Kangaroo- und Krokodilpizza essen im Rocksviertel. Morgen ist schon unser letzter Tag in Sydney...um 20 Uhr gehts mit dem Greyhound Bus nach Melbourne, wo wir dann am Dienstag moregn um 8 Uhr ankommen werden.

Perth

Perth ist eine Stadt mit 1,5 Millionen Einwohner und viele hatten uns vorher gesagt, dass es tot langweilig dort waere und sich nicht wirklich lohnen wuerde, weil die Buergersteige dort um 18 Uhr hochgeklappt wuerden...aber diese Leute waren wahrscheinlich vorher nicht 5 Wochen an der einsamen Westkueste unterwegs...fuer uns war es ziemlich aufregend mal wieder in einer richtigen Stadt zu sein.
Um uns ein bisschen zu aklimatisieren verbrachten wir die ersten 2 Naechte auf einem Campingplatz in Fremantle, ein Vorort von Perth, der besonders durch Kuenstler, Musiker etc. gepraegt ist. Fremantle hat eine ganz schoene Innenstadt mit sehr suessen kleinen Laeden, Cafes, Boutiquen und Bars. Die erste Nacht waren unsere Lieblingsnachbarn Nicole und Steffen noch mit dabei, am naechsten Tag haben wir mit ihnen ihren Camper weggebracht und waren dann die zweite Nacht einsam ohne den grossen Maui-Wagen neben uns...die Sehnsucht war so gross und ausserdem hatte Nicole ihre Ohrentropfen bei uns im Auto vergessen, so dass wir einen guten Grund hatten, nochmal in die Stadt rein zu fahren und mit den beiden was trinken zu gehen.
Am naechsten Tag schauten Uli und ich uns noch ein bisschen in Fremantle um (haben ein paar sehr schoene Weihnachtsgeschenke gekauft!) und dann ging es nach Perth. Dort war also unsere letzte Nacht in unserem guten Erwin (auf dem shittigsten Campingplatz). Ab dem 04.12. ging es dann ohne Auto weiter (nachdem wir noch viel Spass in der Waschanlage hatten, um unseren Erwin landfein zu machen). Wir zogen in ein Hostel, in dem wir uns ein 4-er Zimmer mit Nicole und Steffen teilten. Die naechsten 2 Tage verbrachten wir mit sehr gutem Essen, Stadtbummeln, Spazieren gehen im Kings Park und am letzten Tag mit einer 4-stuendigen Suche nach einer Institution, die unsere komleptten Speicherkarten auf DVDs brennen wuerde - was am Ende auch zum Glueck geklappt hat.
Am Samstag hiess es dann Abschied nehmen (schnief!), denn fuer uns ging es weiter nach Sydney und fuer die anderen beiden nach Kuala Lumpur.

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Montag, 1. Dezember 2008

Cervantes (mit den Pinnacles im Nambung Nationalpark)


Heute ging die Fahrt ueber ein paar kleine Fischerdoerfchen (Leeman, Green Head und Jurien Bay) nach Cervantes, dem Ausgangpunkt fuer den Nambung NP mit den beruehmten Pinnacles. Wir sind schon ziemlich frueh in Cervantes angekommen und haben ein bisschen gechillt. Gegen 17 Uhr sind wir dann mit Nicoles und Steffens Auto in den Nationalpark gefahren. Die Pinnacles waren wirklich beeindruckend. Man kam sich vor wie in einer Wueste mit tausenden Grabsteinen. Es ist eine riesige Fläche mit verschieden grossen Kalksteinsäulen, die bis zu 5m hoch sind...und hier die Erklärung: Der kalkhaltige Wüstensand entstand aus Muscheln, die durch Regen komprimiert wurden, dann erodierten und schliesslich die Säulen bildeten (s. Lonely Planet 2008, S. 1016). Auf jeden Fall unheimlich schoen...vorallem kurz vorm Sonnenuntergang, wenn das Licht auf die Pinnacles faellt, sich alles etwas roetlich faerbt und die Säulen lange Schatten werfen. Wir waren schon relativ früh im Park und haben dann dort in Nicoles und Steffens Camper lecker gekocht und zu abend gegessen...das war wirklich sehr sehr schoen!!!

Von Kalbarri ueber Geraldton nach Port Denison/Dongara


Am naechsten Tag ging es dann weiter nach Geraldton, der zweitgroessten Stadt der Westkueste (19000 Einwohner). Unterwegs auf der Strecke gab es einiges zu sehen...wir sind naemlich entlang einer Steilkueste gefahren, wo man unheimlich schoene Felsformationen sehen konnte. Diese war ganz nach dem Style der Japanischen Touristen gestaltet: Hop out – take a photo- hop in. Von der Hauptstrasse zweigten immer wieder Wege ab, die zu einem kleinen Walk von ca. 200m fuehrten. Davor standen dann Schilder die einen darauf hinwiesen, dass man Trinkwasser nicht vergessen solle. Ohne Witz! Aber es hat sich wirklich gelohnt. Wir haben am Red Bluff, an der Natural Bridge und am Shell House (haben nur keine Formation sichten koennen die auch nur in irgendeiner Form an ein Muschelhaus errinnert haette) gehalten. Wirklich eine traumhafte Landschaft. Das Highlight fuer den Tag kam dann in Port Gregory, naemlich der „Pink Lake“. Einfach unglaublich, aber der See ist wirklich absolut pink. Das sieht vielleicht komisch aus!!! Leider gibt der Lonely Planet keinerlei Auskuenfte darueber, warum dieser See so pink ist, aber Steffen hat irgendwas gelesen wo drin stand, dass der See einen Ueberschuss an Betacarotin hat. Also, ich mag ja die Farbe pink ganz gerne, aber zu so einem Gewaesser passt es dann irgendwie doch nicht...
In Geraldton angekommen haben wir uns auf einem Caravanpark direkt am legendaeren Surferstrand eingebucht und in der Abendsonne den Wind- und Kitesurfern zugesehen...das war sehr schoen – nur leider eben viel zu windig.
Am naechsten Morgen ging es dann erstmal in die Stadt...die Surferlaeden wurden unsicher gemacht, da Uli und ich ja nur Sommersachen dabei hatten und es abends hier echt zu kalt ist. Da ich schon in Kalbarri zugeschlagen hatte, war nun Uli dran...sie war auch sehr erfolgreich :-)
Abends gab es dann eine runde Kniffel mit unseren Lieblingsnachbarn Nicole und Steffen.
Am naechsten Tag hatten wir nur eine kurze Fahrt von ca. 90 km. Wir sind in das kleine Fischerdorf Dongara/Port Denison gefahren, was als die Hauptstadt fuer Hummer gilt...und ich wollte unbegingt mal Hummer essen...auch wenn Steffen mir gesagt hat, dass der Hummerbestand der Welt so gesunken ist, dass man eigentlich schon ein schlechtes Gewissen haben muss...aber ich dachte mir, auf den einen kommt ja auch nicht an ;-) (letztendlich haben wir alle 4 jeder einen halben gegessen).
Tagsueber haben Uli und ich einen 9km langen Walk am Strand und Fluss entlang gemacht. Das war sehr schoen, vorallem weil die Landschaft echt toll war und es auch mal wieder gut tat sich zu bewegen. Wir haben unterwegs viele tolle Pflanzen (ja ja, die Botanikerin erforscht!) und viele Voegel (unter anderem Kormorane) gesehen. Zur Belohnung gab es dann zum Abendessen im Dongara Hotel eine Seafood-Platte fuer 2 Personen mit Austern, Jakobsmuscheln, Tintenfisch in Chilli, Snapper, einen ganzen Hummer, Salat und Pommes (weil Uli und ich nicht sicher waren, ob das fuer uns reicht haben wir lieber noch eine Schale Kartoffelecken extra bestellt!)...wir sind mit absoluten Kugelbäuchen herausgerollt (Katrin, vielleicht haetten wir dir Konkurrenz machen koennen)...aber es war leeeecker und der Preis ein Witz (25 Euro pro Person). Danach sind wir 4 noch auf einen Cocktail in eine Bar...ueber der Theke stand „Our housewine in Jägermeister“ - sehr sympatisch. Beim Rausgehen wurden wir dann noch von einem Flitzer beglueckt, der splitterfasernackt und mit mindestens 3 Promille mit nur einem kleinen Strauch vor seinem besten Freund die Strasse auf und ab gelaufen ist. Seine Freunde standen da und haben gelacht...ich hoffe, der gute Kerl wusste am naechsten morgen nicht mehr, was er getan hat...