Blowholes, Monkey Mia und Kalbarri

Am Dienstag morgen haben wir 4 (Nicki, Steffen Uli und ich) uns auf Richtung Sueden gemacht. Unser erster Halt war in Carnavon, wo wir erstmal unsere Vorraete aufgefuellt haben. Danach ging es wieder ein Stueck zurueck zur Kueste zu den Blowholes – eine Steilkueste, die vom Meer sehr zerklueft ist und auf die die Wellen mit einer wahnsinnigen Kraft aufprallen. Ein wunderschoenes Naturschauspiel.
Danach haben wir uns ein bisschen umgesehen, um einen passenden Schlafplatz fuer die Nacht zu finden und unterwegs wollten wir noch Feuerholz sammeln, um abends am Lagerfeuer Stockbrot zu machen (das war Nicoles und Steffens Vorschlag, ueber den Uli und ich uns wahnsinnig gefreut haben). Mit dem Feuerholz, das entpuppte sich als nicht so einfach – es gab keine Baeume!!! Da Nicki und ich aber unbedingt Stockbrot machen wollten, und Nicki ganz besonders hartnaeckig war, sind wir dann nochmal 15 km in die andere Richtung gefahren und haben alles gefunden, was wir brauchten. Somit war alles da fuer einen wunderschoenen Abend mit Lagerfeuer, Stockbrot, Fleisch und Salat unter Australiens traumhaften Sternenhimmel in sehr sehr netter Gesellschaft.
Am naechsten Morgen ging es dann Richtung Monkey Mia, ein Strand, an dem man wildlebende Delphine sehen. Unterwegs haben wir noch am Hamelin Pool gehalten. Da konnte man Stromatholiten sehen, eine Lebensform, die es schon seit 3,6 billionen Jahren gibt und ohne die es kein weiteres Leben auf der Erde gegeben haetten, da sie Sauerstoff produzieren und die Sauerstoffmenge so erhoeht haben, dass ueberhaupt erst anderes Leben entstehen konnte. Das war echt interessant, auch wenn diese blubbernden Steine sonst nicht sehr reizvoll waren.
Ein weiterer Stopp war noch am Shellbeach, ein Strand, der komplett aus weissen, kleinen Muscheln besteht. Er ist 50km lang und die Schicht ist bis zu 10 Meter tief.
Unser letzter Stopp an dem Tag war Monkey Mia. Dort haben wir abends auf dem Caravan Park eingecheckt, um am naechsten Morgen die Delphine zu sehen. Ungewohnlich fuer die einsame Westkueste waren unheimlich viele Touristen dort (sonst hat man eigentlich fast alle schoenen Spots fuer sich allein) und deshalb hat mir das nicht so gut gefallen.
Heute sind wir dann weiter gefahren bis Kalbarri – besser gesagt Uli ist gefahren und Kiki hat gepennt...bis zu dem Zeitpunkt, als sich die Landschaft schlagartig aenderte. Auf einmal gab es Baeume und Straeucher und sogar Blumen, die in Blueten standen. Eine tolle Abwechslung nach ueber 5000 km groesstenteils Einoede, die wir die letzten dreieinhalb Wochen durchfahren haben. Im Kalbarri National Park haben wir dann noch die Spots angesehen die ohne 4WD zu mache n waren. Der Ross Graham Walk war ein kleiner Weg zum Millstream Fluss hinein in eine Schlucht mit vielen Felsen. Unterwegs haben wir viele ekelige grosse Spinnen, Kangaroos und usere erste kleine Schlange hier gesehen. Das war echt cool. Der Nationalpark war landschaftlich absolut schoen und hat natuerlich auch Uli, die Geologin, stark beeindruckt. Am Hawk's Head hatte man nochmal einen ganz schoenen Ausblick ueber die Schlucht mit seinen roten schimmernden Felsen.
Abends sind wir dann in Kalbarri angekommen und haben auf dem Caravan Park eingecheckt. Jetzt spielen die drei gerade „Wer bin ich“ und sagen, dass ich jetzt aufhoeren muss (ich schreibe naemlich gerade an Nickis Laptop). Also mache ich mal Schluss fuer heute.





